Die bienenfreundlichsten Pflanzen für Garten und Balkon

Bienenfreundliche Pflanzen sollen nektar- und pollenreich sein

Seit Jahren sinkt die Zahl der Bienen weltweit. Grund dafür ist neben Pestiziden auch eine Reduzierung des natürlichen Lebensraumes. Üppige Blumenwiesen werden von der industriellen Landwirtschaft und der Expansion der Städte verschluckt.

Wer auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten kleine blumenreiche Refugien für die Insekten einrichtet, kann dieser Entwicklung zumindest ein wenig entgegenwirken. Dabei ist es jedoch nicht egal, welche Pflanzen man setzt. Typische Balkonpflanzen mit stark gefüllten Blüten wie etwa Geranien erfreuen zwar das Auge mit ihrer üppigen Blumenpracht, bieten aber Bienen, Hummeln und Schmetterlingen nicht genügend Nahrung.

Daher ist es wichtig sich im Vorfeld schlau zu machen, welche Blumen, Stauden und Sträucher tatsächlich bienenfreundlich sind. Fertige Samenpackungen und Seedbombs für bienenfreundliche Pflanzen gibt es z. B. von Aries (bei **Avocadostore) oder Seed Evolution (auch **Avocadostore). Wir haben außerdem sieben nektar- und pollenreiche Pflanzen für dich herausgesucht, die Bienen und andere Insekten vom Frühling bis in den Herbst optimal versorgen.

Die Weide: Frühblüher-Bonus

Palkätzchen zählen zu den ersten Nahrungsquellen der Bienen im Frühling und sollten daher von Februar bis April nicht abgeschnitten werden.
Palkätzchen zählen zu den ersten Nahrungsquellen der Bienen im Frühling und sollten daher von Februar bis April nicht abgeschnitten werden.
(Foto: CC0/pixabay/Marisa04)

Die Weide beginnt bereits im März zu blühen und ist daher für die Bienen eine der ersten wenigen Nahrungsquellen im Frühling. Es gibt viele verschieden Weidenarten, die in Größe und Form stark variieren. Besonders nektar- und pollenreich ist die Sal-Weide, der wir zu Ostern die Palmkätzchen verdanken.

Das ist auch der Grund, warum vielerorts das Schneiden der Zweige von Anfang Februar bis Ende April verboten oder zumindest stark reglementiert ist – Sal-Weiden sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und stehen daher unter Naturschutz!

  • Blütezeit: März bis Mai
  • Nektar: hoch
  • Pollen: sehr hoch
  • Anbau: trockener, möglichst lehmiger und kalkreicher Boden
  • Lage: Sonne bis Halbschatten
  • Ort: Garten

Brombeeren und Himbeeren: Nasch-Hecke für Mensch und Biene

Brombeeren versorgen Bienen im Frühling.
Brombeeren versorgen Bienen im Frühling.
(Foto: CC0/pixabay/mlle_ros)

Die unzähligen Blüten an Brombeerhecken ziehen nicht nur Bienen und andere nützliche Insekten an, sie sorgen auch für einen robusten Sichtschutz und prodzieren wohlschmeckenden Beeren. Außerdem blühen sie schon im Mai und versorgen mit ihrem hohen Nektaranteil hungrige Bienen bereits im Frühling, wenn Nahrungsquellen noch knapp sind.

  • Blütezeit: Mai bis August
  • Nektar: sehr hoch
  • Pollen: sehr hoch
  • Anbau: lieben nährstoffreiche Böden
  • Lage: Sonne
  • Ort: Garten und Terrassen

Wilder Wein – pollenreicher Sichtschutz und natürlicher Wandbewuchs

Wilder Wein ziert nicht nur Spaliere und Hauswände, sondern versorgt auch Bienen mit Nektar und Pollen.
Wilder Wein ziert nicht nur Spaliere und Hauswände, sondern versorgt auch Bienen mit Nektar und Pollen.
(Foto: CC0/pixabay/Antranias)

Nicht nur schön anzusehen, sondern auch reich an Pollen und Nektar ist Wilder Wein, der sich ideal zum Bewachsen von Pergolen, Spalieren, Zäunen und Wänden eignet. Er ist pflegeleicht und liebt tiefgründige Böden.

  • Blütezeit: Juli bis September
  • Nektar: hoch
  • Pollen: sehr hoch
  • Anbau: tiefgründige Böden
  • Lage: Sonne, Halbschatten und Schatten
  • Ort: Garten und Terrassen

Mehrjährige Kräuter: ideal für Balkone und Terrassen

Vor allem für Balkone und Terrassen eignen sich mehrjährige, bienenfreundliche Kräuter (Anzucht-Sets findest du z.B. bei **Avocadostore). Rosmarin blüht etwa schon im Frühling, Salbei gleich den ganzen Sommer über und Kapuzinerkresse, die sich auch hervorragend zum Salat macht, spendet gar bis Ende September Nahrung für hungrige Bienen. Lavendel ist ein wahrer Bienenmagnet und besticht durch seinen hohen Nektargehalt.

Netter Nebeneffekt: Die wohlschmeckenden und –riechenden Kräutern ziehen Bienen an, vertreiben dafür aber andere lästigen Insekten wie etwa Mücken.

Für die meisten mediterrane Kräuter gilt:

  • Blütezeit: je nach Sorte März bis Oktober
  • Nektar: hoch
  • Pollen: hoch
  • Anbau: trockene, lehmige Böden
  • Lage: Sonne
  • Ort: Balkon und Terrasse

Apfelbaum: absoluter Bienenmagnet

Bienen lieben Apfelbäume.
Bienen lieben Apfelbäume.
(Foto: CC0/pixabay/Laana 13)

Der Apfelbaum ist ein unwiderstehlicher Bienenmagnet. Wer sich im Frühling schon einmal unter einen blühenden Apfelbaum gestellt hat, war bestimmt beeindruckt von dem Summen der unzähligen Bienen auf Nahrungssuche. Seine Blüten sind besonders reich an Pollen und Nektar. Obendrein versorgt er seinen Besitzer mit Äpfeln, die lagerfähig sind oder sofort zu köstlichen Apfelstrudeln oder Mus weiterverarbeitet werden können. Auch der Kirschbaum zieht Bienen an!

  • Blütezeit: April bis Mai
  • Nektar: sehr hoch
  • Pollen: sehr hoch
  • Anbau: braucht tiefgründigen, nährstoffreichen Boden
  • Lage: Sonne
  • Ort: Garten

Falls du einen Apfelbaum pflanzen möchtest: Worauf du achten musst, erfährst du in unserem Beitrag „Apfelbaum pflanzen“.

Klee: die Pollenschleuder

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Wer schon einmal barfuß über eine Wiese mit viel Klee gelaufen ist, dem wird womöglich schon schmerzvoll aufgefallen sein, dass sich hier besonders gerne Bienen und Hummeln tummeln. Das liegt am hohen Pollenanteil des Klees. Die Pflanze ist darüber hinaus auch reich an Nektar und blüht von Anfang Mai bis in den Spätherbst hinein.

  • Blütezeit: Mai ­ bis September
  • Nektar: sehr hoch
  • Pollen: hoch
  • Anbau: braucht nährstoff- und kalkreiche Lehmböden
  • Lage: Sonne und Halbschatten
  • Ort: Garten

Phacelia – auch bekannt als Bienenfreund

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Foto: http://www.chanctonseeds.co.uk

Phacelia wird in der Landwirtschaft zur Gründüngung eingesetzt. Dank ihrer hübschen blauvioletten Blüten ist sie aber auch eine beliebte Zierpflanze. Wie ihr Name schon verrät, ist sie die absolute Nummer Eins unter den bienenfreundlichen Pflanzen. Das liegt am überdurchschnittlich hohen Anteil von Nektar und Pollen. Leider ist die robuste und anspruchslose Pflanze nur einjährig. Sie gibt aber beim Verrottungsprozess ihre gesammelten Nährstoffe an den Boden ab und wirkt somit als natürlicher Dünger.

  • Blütezeit: Juni bis September
  • Nektar: sehr, sehr hoch
  • Pollen: sehr, sehr hoch
  • Anbau: braucht frische, lehmige Sandböden
  • Lage: Sonne
  • Ort: Garten, aber auch Terrassen

Quelle: Utopia

Gruß

Freija

2 Kommentare

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