Vorbildlich: Ein Manifest von Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten, Biologen und Apothekern

…………………….des Obervinschgaus — Einzugsgebiet Reschen – Prad —

für den Schutz der Gesundheit und für den nachhaltigen Umgang mit Boden, Wasser und Luft

Prämisse: Wir betrachten das Eigentum des Einzelnen als unantastbar und jeder kann, im Rahmen der Gesetze, auf seinem Grund und Boden tun und lassen was er will. Aber eben: auf seinem Grund! Und nicht auf dem Grund des Nachbarn und schon gar nicht auf dem Grund einer ganzen Gemeinschaft.
Es muss für alle das uralte Rechtsprinzip gelten: „Die Freiheit des Einzelnen hat ihre Grenzen am Recht des Nächsten.“
Und das Recht des Nächsten auf Unversehrtheit von Luft, Wasser und Boden und auf die Unversehrtheit seiner Gesundheit wird durch chemisch-synthetische Spritzmittel gefährdet und durch die Abdrift sogar massiv verletzt.

  • In Anbetracht der Tatsache, dass im konventionellen und integrierten Obstbau eine große Anzahl an chemisch-synthetischen Pestiziden und Insektiziden eingesetzt wird,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass keines der Mittel als „ungefährlich“ einzustufen ist, ganz im Gegenteil, dass bei einigen Spritzmitteln der wissenschaftlich nachweisbare Verdacht besteht, dass diese krebserregend sind, viele sind gesundheitsschädlich, wirken hormonstörend und erbgutschädigend,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass der Obstanbau im Oberen Vinschgau zunimmt, dass durch den beständigen Wind (siehe z.B. die schief wachsenden Bäume auf der Malser Haide) keine Ausbringung von Spritzmitteln ohne massive, kilometerweite Abdrift möglich ist, dass also die Spritzmittel auf alle Wiesen geweht werden, in alle Dörfer hineingeweht werden, dass neben privaten auch öffentliche Einrichtungen und Anlagen wie z.B. Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Fahrradwege etc. betroffen sind,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass saubere Atemluft eine überlebenswichtige Notwendigkeit und demzufolge Bestandteil des Menschenrechts auf Gesundheit ist, und dass ein großer Teil der Spritzmittel über die Atemwege und die Haut aufgenommen wird,
  • in Anbetracht der Tatsache, dass besonders Ungeborene und Kinder aufgrund ihrer körperlichen Sensibilität unter Vergiftungsgefahr leiden,

bringen wir mit diesem Manifest unsere große Besorgnis um die Gesundheit zum Ausdruck,
und fordern mit unserer Unterschrift die Bürgermeister des Einzugsgebietes „Oberer Vinschgau“ und alle im Land Südtirol Verantwortlichen auf, ernsthafte Anbaualternativen umzusetzen,
bis hin zum Verbot der Ausbringung von chemisch-synthetischen Pestiziden und Insektiziden, insbesondere auf dem Einzugsgebiet „Malser Haide“.

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Bildquelle: Fördergesellschaft Albrecht-Daniel-Thaer

Folgende „akademischen“ Frauen und Männer des Oberen Vinschgaus tragen das MANIFEST mit, das am 30. Juli 2013 in Mals verfasst wurde
HUMANMEDIZINER/innen und ZAHNÄRZTE/innen (alphabetische Reihenfolge) findet Ihr hier:  Manifest Ärzte Apotheker Biologen.pdf

Einige der „gefährlichsten“ Pestizide, die u.a. auch im sogenannten „integrierten“ Obstbau ausgebracht werden:

CAPTAN

EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008: Einstufung: Karzinogenität, Kategorie 2;

  • H351 Akute Toxizität, Kategorie 3, Einatmen; H331 Sensibilisierung der Haut, Kategorie 1;
  • H317 Schwere Augenschädigung, Kategorie 1;
  • H318 Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1;
  • H400 Gefahrenhinweise – H-Sätze: H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
  • H318: Verursacht schwere Augenschäden.
  • H331: Giftig bei Einatmen.
  • H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.
  • H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. Sicherheitshinweise –

Sicherheitshinweise – P-Sätze:

  • P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
  • P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
  • P311: GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Das fungizidwirksame Captan wird zu Saatbehandlung und zur Nacherntebehandlung eingesetzt. Die Aufnahme beim Menschen erfolgt im Wesentlichen durch Inhalation (also über die Lunge) und durch Verschlucken. Nach 24 Stunden sind 90% des Captans über Stuhl und Urin ausgeschieden, aber bis zu 0,5% werden im Körper abgespeichert. Akut ist Captan wenig giftig. Chronische Belastungen führen zu Durchfällen, Gewichtsverlust, Depressionen, Haut- und Augenirritationen sowie zu allergischen Reaktionen.
    Im Tierexperiment wird Blasen und Nieren-Tumor festgestellt, was dazu geführt hat, dass die amerikanische Behörde Captan als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ (R40/H351) klassifiziert hat. Es sei noch darauf hingewiesen, dass Captan sehr giftig für Wasserorganismen ist (R50/H400).

CHLORPYRIFOS

EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008: Einstufung: Akute Toxizität, Kategorie 3, Verschlucken;

  • H301 Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1;
  • H400 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 1;
  • H410 Gefahrenhinweise – H-Sätze:
  • H301: Giftig bei Verschlucken.
  • H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit  langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise – P-Sätze:

  • P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • P301+P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
  • P501: Inhalt/ Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. Chlorpyrifos hat Kontakt-, Fraß- und Atemgiftwirkung. Es wirkt am Nervensystem der Insekten, indem es u.a. das Enzym Acetylcholin-Esterasehemmt.
    Chlorpyrifos hemmt aber auch die menschliche Acethylcholin-Esterase, so dass es zu Dauerreizen an den Synapsen kommt, was zu Parkinson-ähnlichen Symptomen (=Zitter-Syndrom) führt. Ungeborene und Kinder reagieren sensibler als Erwachsene.

Akute Belastungen führen zu Koliken, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindelgefühlen.
Chronische Belastungen führen vermehrt zu Kopfschmerzen, unscharfem Sehen
(Akkommodationsstörungen), zusammengezogenen und nichtreagierenden Pupillen (Miosis), Bradykardie, Blutdruckabfall bis hin zu Krämpfen und Atemstillstand.
In den USA ist dieser Wirkstoff seit 2001 deshalb für den Hausgebrauch verboten worden. Chlorpyrifos ist embryotoxisch im Tierversuch. Die pränatale Entwicklung wird in verschiedenen Phasen gestört, dies trifft insbesondere die Entwicklung des Gehirns.
In der Studie von Rauh et al. vom Jahr 2012 wurde festgestellt, dass bei Kindern
Hirnschäden auftreten (=morphologische Veränderungen des Großhirns, unter anderem von geschlechtstypischen Merkmalen, sowie Beeinträchtigungen der geistigen
Leistungsfähigkeit), wenn die Mütter mit Chlorpyrifos belastet waren. Die Fallzahl von 40
Fällen bei 369 untersuchten Kindern war relativ klein und wurde deshalb von den Statistikern als „unzureichend“ kritisiert.
Dennoch hat das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung am 5. Juni 2012 auf eine dringende Notwendigkeit der Überprüfung der Grenzwerte für Chlorpyrifos hingewiesen. Studien in den USA zeigten, dass sich vor dem Verbot Chlorpyrifos in der Raumluft von fast allen überprüften Wohnungen sowie im Blut der Mehrheit der afro-amerikanischen Mütter in bestimmten Wohngebieten in New York nachweisen ließ. Ebenfalls wurde gezeigt, dass die im Körper von Kindern gefundenen Chlorpyrifos-Werte drastisch abnahmen, nachdem die Ernährung der Kinder von konventionellen auf Bio-
Produkte umgestellt worden war.

Seit 2012 wird in FRANKREICH das Parkinson-ähnliche Zitter-Syndrom, das von Chlorpyrifos ausgelöst wird, als BERUFSKRANKHEIT anerkannt und gibt den Betroffenen Anrecht auf eine Invalidenrente.

Die Betroffenen haben sich durch viele Jahre und viele Gerichtsinstanzen kämpfen müssen, bis ihnen schließlich das Oberste Gericht Recht gab. Mit der Begründung (sinngemäße Zusammenfassung): a) Die wissenschaftliche Nachweisbarkeit ist gegeben, dass es Chlorpyrifos ist, was das Parkinson-
ähnliche Zitter-Syndrom auslöst. b) Der Staat hatte das Mittel zugelassen, OHNE die Langzeitwirkung genügend zu bewerten, also ist der Staat auch in die Pflicht zu nehmen.

GLYPHOSAT (z.B. RoundUp und andere)

EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008: Einstufung: Schwere Augenschädigung, Kategorie 1;

H318 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 2; H411 Gefahrenhinweise – H-Sätze:

  • H318: Verursacht schwere Augenschäden.
  • H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger

Wirkung. Sicherheitshinweise – P-Sätze:

  • P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

Glyphosat ist das weltweit am meisten eingesetzte Total-Herbizid. Das Monsanto-Produkt heißt RoundUp.
Das für fast alle Pflanzenarten toxische Glyphosat hemmt die pflanzliche Shikimi-Säure-Synthese und somit die Synthese aromatischer Aminosäuren. Hinsichtlich der toxikologischen Bewertung sind Beimischungen wie Tallowamin von Bedeutung, die als Netzmittel für die bessere Haftung des eigentlichen Wirkstoffes dienen. Außerdem werden Konservierungsstoffe wie Isothiazolone eingesetzt. Roundup wirkt fast ausschließlich über grüne Pflanzenteile und nicht über die Wurzel. Es ist somit möglich, in einem Arbeitsgang Unkraut zu bekämpfen und zusätzlich eine frische Saat („im Vorauflauf“) einzubringen. Im Obst- und Weinbau wird Roundup verwendet, um den Unterstockbereich frei zu halten. Parallel zu Roundup vertreibt Monsanto gentechnisch verändertes Saatgut von Mais, Soja,Raps und Baumwolle, das eine Resistenz gegenüber der herbiziden Wirkung von RoundUp aufweist. In den menschlichen Organismus gelangt Glyphosat (=z.B. RoundUp) durch Verschlucken (ca. 30%) und über die Haut (ca. 3%). Über die Lunge kann durch das Einatmen eine inhalative Belastung erfolgen. Die resorbierte Dosis von Glyphosat (=RoundUp) wird zu 92-95% in 6-14 Stunden über den Urin ausgeschieden.
Zwar wurde Glyphosat (=RoundUp) von den Behörden als „für den Mensch unbedenklich“ eingestuft, dennoch muss kritisch darauf hingewiesen werden, dass höhere Dosen im Tierexperiment das Lebergewicht erhöhen, die Magenschleimhäute angreifen, Speicheldrüsenveränderungen bewirken und – was am bedenklichsten ist – eine Entwicklungs-Toxizität besitzen. Hiermit stehen Berichte aus Südamerika im Einklang, dass in Gebieten mit höherer Glyphosat (=RoundUp)-Anwendung die Missbildungsraten bei Kindern erhöht sind. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass es neuerdings gelungen ist, bei der Allgemeinbevölkerung in Deutschland Glyphosat und seine Metaboliten nicht nur im Urin sondern auch in der Muttermilch (!) nachzuweisen.

Der Einsatz von Glyphosaten (=z.B. RoundUp) ist in Dänemark bereits seit 2003 VERBOTEN!

Die Fünfte Strafkammer des Amtsgerichts Lyon (Frankreich) verurteilte zwei Führungskräfte von Monsanto und Scotts France im Januar2007 zu einer Geldstrafe wegen irreführender Werbung. Das
Gericht begründete sein Urteil damit, dass Kunden von den Etikettenbeschriftungen „biologisch abbaubar“ und „umwelt- und bodenfreundlich“ sowie dem Abbild eines Vogels auf der Verpackung zu dem Glauben verleitet werden können, Roundup als umweltfreundlich und biologisch schnell abbaubar anzusehen. Durchgeführte Studien zeigten hingegen, dass Roundup nach 28 Tagen nur zu 2% biologisch abgebaut worden war. Der Appellationsgerichtshof in Lyon und der Kassationsgerichtshof in Paris bestätigten das Urteil.

Sri Lanka, 30. März 2014:

Nachdem staatliche Universitäten festgestellt haben, dass ca. 400.000 Bauern aus den nördlichen Insel-Regionen (= 15% der Gesamtbevölkerung) an schweren NIERENSCHÄDEN leiden, und ca. 20.000 TODESFÄLLE auf Glyphosate zurückzuführen sind, hat die Regierung mit 30. März 2014 die Verwendung von Glyphosaten, wie z.B. RoundUp,VERBOTEN.

Diese Nierenkrankheit tritt besonders massiv in Kombination von Glyphosaten, kalkhaltigem Wasser und metallhaltigen Düngemitteln auf. In den USA hat das NationalCancerInstitute, Centers for Disease Control (USDA), erst kürzlich
einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Nierenerkrankungen und der Einführung von Glyphosaten (=z.B. RoundUp) im Handel nachgewiesen.

Weitere gefährliche Pestizide findet Ihr hier  Manifest Ärzte Apotheker Biologen.pdf

Meine Quelle über dieses Manifest: der-malser-weg

Komisch, habt Ihr vielleicht darüber in den Zeitungen gelesen oder wurde im Fernsehen berichtet? So etwas wird natürlich nicht in der Öffentlichkeit verbreitet!! Na, dann werde ich mal ein wenig nachhelfen – macht Ihr mit?

Seid gegrüßt

Freija

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