Lidl verkauft jetzt Cannabis (CBD)

Ein neues Geschäftsfeld für Lidl? Die Supermarkt-Kette verkauft seit einigen Tagen Cannabis-Produkte – allerdings nur in der Schweiz. Die Hanfblüten sollen qualitativ hochwertig sein und „Lidl-typische“ Preise haben.

Schon seit 19. April können Schweizer Kunden Hanfblüten bei Lidl kaufen. Die Blüten gibt es in zwei verschiedenen Verpackungsgrößen: Eine Schachtel mit 1,5 Gramm für 17,99 Schweizer Franken (etwa 15 Euro), und die drei-Gramm-Packung für 19,99 Schweizer Franken (knapp 17 Euro). Die Blüten sind als Tabakersatz vorgesehen und zum Selberdrehen konzipiert, heißt es bei Lidl.

Es handelt sich dabei jedoch nicht um das klassische Cannabis, sondern um Hanfsorten, die in der Schweiz legal angebaut werden dürfen. Sie enthalten nur sehr geringe Mengen an THC – das ist die Substanz, die für die berauschende Wirkung sorgt.

Lidl hat sich mit einem Start-up zusammengetan

Die Hanfblüten von Lidl haben also nicht den gleichen Effekt, wie Cannabis, das als Droge konsumiert wird. Dafür enthalten sie Cannabidiol, ein Stoff, der entkrampfend und entspannend wirkt.

botanica
Der Cannabis für die Lidl-Produkte wird an der Thur in der Region um den Bodensee angebaut. (Foto: Botancia)

Angebaut und hergestellt werden die Hanfblüten von dem Start-up „The Botanicals“. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben auf die Produktion von Cannabinoiden für die Lebensmittel-, Kosmetik und Cannabis-Branche spezialisiert .

Nachhaltiges Cannabis?

Lidl betont in einer Mitteilung, dass die Hanfblüten im Sortiment von besonderer Qualität sind: „Dabei setzt der Hersteller auf eine nachhaltige Agrarwirtschaft und verzichtet gänzlich auf die Zugabe von chemischen, synthetischen oder genveränderten Stoffe.“ Die Pflanzen werden in Gewächshäusern und eigens eingerichteten Indooranlagen gezüchtet.

Wie die Hanfblüten bei den Kunden ankommen, wird sich noch zeigen müssen. Die Aktion von Lidl ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Discounter versuchen, neue – auf den ersten Blick ungewöhnliche – Märkte zu erschließen. So hatte Lidl erst vor kurzem angekündigt, künftig auch Autos verkaufen zu wollen und Aldi vermietet demnächst Apartments. Wir sind gespannt, was sich die Supermärkte noch alles einfallen lassen.

Quelle: utopia

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Cannabidiol (CBD), ein spät entdecktes Cannabinoid aus der Hanfpflanze

Cannabidiol wird zu den sogenannten Cannabinoiden gezählt. Cannabinoide sind Wirkstoffe, die hauptsächlich in der Hanfpflanze gefunden wurden. Die bekanntesten Cannabinoide sind Cannabidiol und Tetrahydrocannabinol (THC). Letzteres ist für die berauschenden Effekte von Hanfpflanzen verantwortlich. In Vergleich zu anderen Pflanzenwirkstoffen wurden die Cannabinoide erst relativ spät entdeckt. Erst in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelang es Forschern, die Struktur von Cannabidiol und THC zu entschlüsseln. Zum Vergleich: ein anderer wichtiger pflanzlicher Wirkstoff, die sogenannte Salizylsäure, wurde bereits hundert Jahre vorher entdeckt. Die späte Entdeckung der Cannabinoide führte dazu, dass die medizinische Anwendung von Cannabis im letzten Jahrhundert leider in Vergessenheit geriet. Schließlich hatte die Medizin seit dem 20. Jahrhundert den Anspruch, genau über Wirkung, Eigenschaften und Dosierung von Wirkstoffen Bescheid zu wissen. Erst mit der Entdeckung der Cannabinoide, der Wirkstoffe der Hanfpflanze, wurde Cannabis wieder für die moderne Medizin interessant.

Die Wirkweise von Cannabidiol (CBD): die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems

Zunächst hatten die Forscher also die Struktur von Cannabidiol und anderen Cannabinoiden untersucht. Schnell war ihnen klar, dass die Cannabinoide für die Wirkungen von Cannabis verantwortlich sein müssen. Sie wussten also, dass Cannabinoide wirkten. Jetzt wollten sie klären, wie es zu dieser Wirkung kam. Bei diesen Untersuchungen stießen sie auf ein bis dahin unbekanntes Areal in unserem Körper: das Endocannabinoid-System.

Im Jahr 1987 konnte der Professor Allyn Howlett von der Saint-Louis-Universität in Missouri (USA) zum ersten Mal zeigen, dass Cannabinoide über körpereigene Rezeptoren wirken. Der menschliche Körper verfügt über mehrere Rezeptoren, die auf Cannabinoide reagieren. Die bekanntesten sind der Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) und der Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2). Der CB1 findet sich im zentralen Nervensystem und im Nervensystem des Darms. Der CB2 findet sich auf Zellen des menschlichen Abwehrsystems und auf Zellen, die den Knochenstoffwechsel regulieren. Diese beiden Rezeptoren sind Teil des sogenannten Endocannabinoid-Systems.

Das Endocannabinoid-System dient der Regulierung von Körperabläufen. So hat es einen Einfluss auf die:

  • Leistung des Abwehrsystems,

  • die Schmerzwahrnehmung,

  • die Entstehung von Ängsten,

  • die Stimmungslage und

  • die Regulation von Appetit, Schlaf und Körpertemperatur.[1][2]

Das Endocannabinoid-System kann nicht nur durch Cannabinoide aus den Hanfgewächsen beeinflusst werden. Der Körper selbst bildet Stoffe, die sogenannten Endocannabinoide, die Einfluss auf das System nehmen.

Aufgrund der zentralen Rolle des Endocannabinoid-Systems im Körper ist es nachvollziehbar, dass dieses einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlergehen und auf eine mögliche Genesung im Krankheitsfall haben kann. Aus diesem Grund wurden Cannabinoide wie Cannabidiol und THC in den letzten Jahrzehnten genauer unter die Lupe genommen. Können sie Antworten auf schwer heilbare oder unheilbare Erkrankungen liefern?

So wirkt Cannabidiol (CBD)

Cannabidiol hat unterschiedliche Wirkungen. Cannabinoid-Rezeptoren finden sich vielerorts im Körper. So ist es verständlich, dass Cannabidiol an mehreren Stellen im Körper seine Wirkung entfalten kann. Durch die Bindung an die Cannabinoid-Rezeptoren wirkt Cannabidiol entzündungshemmend, schmerzstillend (u. a. über eine Aktivierung der sogenannten Vanilloid-Rezeptoren), beruhigend, antipsychotisch und angstlösend. Zudem kann Cannabidiol die Wirkung des THCs drosseln, indem es mit diesem um den CB1-Rezeptor konkurriert. Dank seiner antioxidativen Eigenschaften kann Cannabidiol Zellen und Erbgut vor negativen Einflüssen schützen. [3][4][5][6] Mehrere Zelluntersuchungen konnten aufzeigen, dass Cannabidiol das Krebswachstum hemmen kann. Aufgrund dieser vielfältigen Wirkungen ist es mehr als nachvollziehbar, dass Forscher Cannabidiol in verschiedenen klinischen Studien an Menschen getestet haben und testen werden.

Klinische Studien mit Cannabidiol (CBD)

Viele Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabidiol stammten zunächst aus der Tierforschung oder aus Untersuchungen an isolierten Zellproben. Ergebnisse aus diesen Studien sind zwar aufschlussreich. Sie haben aber nur eine limitierte Aussagekraft über einen möglichen Nutzen von Cannabidiol beim Menschen. Es lohnt sich daher der Blick auf die sogenannten klinischen Studien. Bei klinischen Studien wird ein bestimmter Wirkstoff an kranken oder gesunden Menschen getestet. Anhand der bisher bekannten klinischen Studien lassen sich folgende Aussagen über die Wirkung von Cannabidiol treffen:

  • CBD reduziert die autoimmunen Entzündungsvorgänge bei Diabetes vom Typ 1.[7]
  • CBD kann hilfreich bei Epilepsie sein.[8][9]
  • CBD kann die Lebensqualität von Parkinson-Patienten steigern.[10]
  • CBD kann die Nikotin-Abhängigkeit bei Rauchern senken.[11]
  • CBD kann bei Angstzuständen hilfreich sein.[12]
  • CBD kann bei THC-induzierten Psychosen lindernd wirken.[13]
  • CBD kann bei Schizophrenie wirksam sein.[14][15]
  • CBD kann bei Lampenfieber und sozialen Phobien hilfreich sein.[16]
  • CBD kann übermäßigen Appetit hemmen.[17]
  • CBD kann bei Schlafstörungen hilfreich sein.[18]

In einzelnen klinischen Studien wurden auch die Effekte der gemeinsamen Einnahme von CBD und THC untersucht. Unter anderem beim Morbus Crohn, bei Nervenschmerzen, bei Krämpfen allgemein sowie bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS), bei Tumorschmerzen und bei Schlafstörungen.[19][20][21][22][23][24][25][26][27]

Momentan wird der mögliche Nutzen von Cannabidiol bei der Alzheimer-Erkrankung intensiv diskutiert. Hierbei sollen seine entzündungshemmenden, nervenzellschützenden und antioxidativen Eigenschaften hilfreich sein.[28]

Fazit

Das Cannabinoid Cannabidiol (CBD) kann bei einer Reihe von Erkrankungen hilfreich sein. Sein Nutzen ist durch verschiedene klinische Studien belegt. Seine Wirkungen lassen sich durch seine Interaktion mit dem Endocannabinoid-System erklären. Auch für Krebspatienten kann die Einnahme von Cannabidiol (CBD) hilfreich sein.

Bei der Einnahme sollten jedoch die möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Cannabidiol (CBD) beachtet werden.

Quelle: naturheilkunde-krebs.de

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Weitere Informationen über Cannabidiol findet Ihr hier……..und hier

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Bezugsquellen Cannabidiol (CBD):

cannaselection.ch

greenstar.ch

edoa.eu

cbd-shop.ch

swiss-cannabis.com

und viele mehr…..

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Einen schönen 1. Mai wünscht Euch

Freija

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