Essbare Wald- & Wiesenkräuter: Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Bärlauch, Gundermann, Gänseblümchen

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Die Wildkräuterköchin:

Während Brennnesselsamen (siehe Superfood aus Wald und Wiese) noch ein paar Monate auf sich warten lassen, bringt der Frühling schon Wildpflanzen mit „Superfood“-Potenzial hervor. Ein paar leicht auffindbare und recht bekannte dieser Pflanzen stelle ich hier vor. So lange die Pflänzchen noch klein und rar sind, nasche ich sie am liebsten pur – in den nächsten Wochen folgen auch Rezepte.

Löwenzahn: Superfood dank Bitterstoffen

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Das Gänseblümchen vertreibt Frühjahrsmüdigkeit

Hübsches Powerpäckchen: Das Gänseblümchen – Bellis perennis – vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit und regt den Stoffwechsel an. Was ist drin*? 6x mehr Vitamin C, 5x mehr Kalzium wie ein Kopfsalat. Dazu Kalium, Magnesium, Eisen, viel Vitamin A, Eiweiß, Bitterstoffe und Flavonoide – für den Zellschutz. Wie essen? Die Blüten auf Salat, als Brotbelag oder zur Kräutersuppe. Die Blätter als Teil einer Gemüse- oder Salatmischung
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Gundermann befreit Kopf und Atemwege

Macht munter: Gundermann – glechoma hederacea. Allein der Duft, wenn man ein Blättchen zerreibt, befreit den Kopf und die Atemwege. Regt den Stoffwechsel an, reinigt das Blut, stärkt die Abwehrkräfte. Was ist drin*?Jetzt im Frühjahr besonders viel Vitamin C, dazu Gerb- und Bitterstoffe, Mineralien, Flavonoide und – wie man riecht – ätherische ÖleWie genießen? Immer nur ein paar Blättchen: als Aroma für Süßspeisen oder Kräuterbutter, in mediterranen Gerichten oder selbstgemachten Limonaden

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Giersch entsäuert, entwässert und schmeckt

Frühjahrsputz für den Körper: Giersch – aegopodium podagraria – entsäuert, entwässert und schmeckt. Für mich eines der vielseitigsten Wildgemüse, von roh bis gekocht, herzhaft bis süß. Was ist drin*? Mineralsalze wie Kalium, Eisen, Kupfer und Mangan. Dazu im Vergleich mit einem Kopfsalat das fünffache an Provitamin A, 15mal soviel Vitamin C und elfmal soviel EiweißWie essen? Die jungen Sprossen nasche ich am liebsten pur – eine wahre Delikatesse. Und nebenbei der einfachste Weg, einem „zuviel“ im Garten entgegen zu wirken.

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Stark wie ein Bär dank Bärlauch 

Allium ursinum. Was ist drin*? Je 100 g Frischpflanze etwa 150 mg Vitamin C, 340 mg Kalium, dazu Allin, Allicin, Flavonoide uvm. Bärlauch wirkt u.a. antibakteriell, antimikrobiell, zellstärkend, blutdrucksenkend, blutreinigend (Detox!) und entzündungshemmend. Die durch und durch anregende Pflanze war in Klöstern verpönt, heute ist sie auf vielen Speisekarten zu finden.
Wie essen? Frisch und fein geschnitten in Salaten, Dips und auf Brot, gedünstet im Risotto, zu Pasta.(*Anm.: Die Angaben zum Nährstoff-Gehalt bei allen Pflanzen stammen aus verschiedenen Recherche-Quellen, sie geben einen Richtwert an, variieren aber je nach Pflanze und Standort)

über Brennnessel, Giersch & Co.: essbare Kraftpakete — wildkräuter köchin

Bitte auf keinen Fall mit Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen verwechseln, welche giftig sind:

 

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Maiglöckchen
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Herbstzeitlose

Die Unterscheidungsmerkmale werden hier präzise aufgezeigt!

Gruß Freija

4 Kommentare

  1. Dieser wunderbare Artikle gibt mir zu denken.
    Ich habe auf meinen Sparziergängen mit Hund Baxxter immer wieder Löwenzahn und andere Wildkräuter genascht und sie sind mir gut bekommen. Wenn man sich an die Bitterstoffe gewöhnt hat und weiß, wofür die gut sind, schmeckt es immer besser. ZB Löwenzahn mit Specksoße etc.pp..
    In meiner Umgebung wächst sehr viel dergleichen, solange man es wachsen lässt.
    Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass das großflächige Abspritzen mit Glyphosat endlich wieder aufhört.
    Hier ein Beitrag dazu mit der schönen Löwenzahnwiese vor ein paar Jahren:
    https://4alle.wordpress.com/2018/03/01/pestizide-glyphosat-treffen-unsere-tierwelt-hart/
    Als Ergänzung: Treffen mich auch hart!!
    Danke für die Erinnerung!
    Jürgen aus Loy (PJP)

    Gefällt 1 Person

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