Zur Erinnerung: Wie Ignoranz und Bequemlichkeit dem Menschen zum Verhängnis werden kann

Brot gibt es beim Bäcker – Spaghetti aus der Dose – Fertigpizza im Frosta –  geschälte Kartoffeln im Glas – Essen für die Mikrowelle und vieles mehr.  Dank unserer fortschrittlichen Kenntnisse in der Chemie ist Alles für lange Zeit haltbar.

Und schmecken tut es doch auch: Geschmacksverstärker & Co. geben sich  wirklich große Mühe! Gesund wird es schon sein, denn unser Vaterland würde doch niemals zulassen, dass wir uns ungesund ernähren!? Alles ist bestens geregelt und wir müssen gar nicht viel dafür tun, nur Einkaufen gehen.

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Aber verflixt, am Sonntag kommt meine Schwiegermutter zum Kaffee – gekaufter Kuchen geht da gar nicht. Die üblichen Tiraden zum Thema “die Frauen von heute lassen sogar das Wasser anbrennen” oder “ihr habt wirklich zu viel Geld, kaputte Socken wegzuschmeißen – früher wurden die gestopft” und dann wieder zurück zum 1. Thema:
“Aber das könnt ihr Frauen von heute ja auch nicht”! Also den Kampfanzug aus dem Schrank holen und Ärmel hochkrempeln:

Wie backe ich einen Kuchen?

Ha, na klar – ich habe noch eine Fertigbackmischung im Küchenschrank – Russischer Zupfkuchen. Der ist doch immer wieder lecker. Auf geht’s. Gerade schwinge ich meinen Mixer (denn den braucht man schon noch), kommt mein Mann in die Küche. Er stockt, schaut sich um, erkennt mein Vorhaben und dann breitet sich ein süffisantes Grinsen in seinem Gesicht aus:

“Und Du meinst ernsthaft, Mutter schmeckt den Unterschied nicht? Okay – viel Glück!”, sprach’s und ging dreckig grinsend und pfeifend von dannen.

Ich stehe da – mit meinem Mixer bewaffnet und schaue ihm mit offenem Mund nach. Er hat Recht – aus der Traum – so einfach ist es dann doch nicht. Aber wie backe ich Kuchen ohne Fertigmischung? Irgendwo habe ich doch noch so ein altes Backbuch von Oma. Nach einer Stunde finde ich es in der hintersten Ecke des Dachboden. Prima, jetzt kann es losgehen………….

Keine Zeit 

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Früher war es undenkbar – fast jede Frau wusste wie man Kuchen backt. Alles wurde selbst hergestellt: Brot, Käse, Butter, Sauerkraut, Marmelade und Eingemachtes für den Winter – es gab keinen großen Supermarkt nebenan. Wie schön, das wir es heute einfacher haben – und außerdem hatten die Leute früher doch auch viel mehr Zeit. Wenn man berufstätig ist, vielleicht noch Kinder oder Hobbies hat, wer soll denn da noch kochen und backen? Alles geht nicht, da muss man Prioritäten setzen – man will doch auch noch ein bisschen leben – negativer Stress macht krank, das weiß doch jeder!

Verantwortung 

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Gerade in Zeiten der sogenannten “Zivilisationskrankheiten”, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn und Reizdarmsyndrom, Krebs und Depressionen, Adipositas….Die Liste will kein Ende nehmen. Wir müssen mächtig aufpassen! Und? Machen wir das denn auch? Können wir das denn überhaupt – wer oder was ist dafür verantwortlich, wenn wir krank werden?
Haben wir Kopfweh, ist das Wetter Schuld. Bei Magenschmerzen hat uns jemand geärgertHusten und Schnupfen, ein Kollege hat uns angestecktAber das ist alles nicht so schlimm, der Doktor macht uns schließlich wieder gesund! Oder etwa nicht?

Lieber Gott nimm mir Alles, nur nicht die Ausrede zur rechten Zeit 

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Die Ernährung wird von vielen Menschen nur zu einem kleinen Teil dafür verantwortlich gemacht, weshalb es uns gerade nicht gut geht. Denn Pizza & Co. sind lecker und Gemüse ist auch drauf.  Die Cola oder der Energiedrink wird nicht als ungesund angesehen, denn wer kennt den Ratschlag nicht, bei Magendarmgrippe Cola mit Salzstangen zu sich zu nehmen – altes Hausmittel.

Außerdem gab es gestern Abend einen Salat (zwar mit Fertigdressing, aber immerhin Salat). An eventuell vorhandene Pestizide wird in diesem Moment auch nicht gedacht, weil dann würde uns der Appetit vergehen und das so mühsam zurecht gelegte Alibi wäre futsch. Besser ist doch die Vogelstrauß-Politik – Kopf in den Sand – was ich nicht sehe – ist auch nicht da! Ha, das klappt doch jedes Mal.

Selbstständig denken in eigener Sache “och nöö” 

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Bitte beantwortet Euch einmal folgende Frage:
Wann in Eurem Leben übernehmt ihr für wen oder was die Verantwortung? In Eurem Job, ganz klar – verantwortungsvolle Tätigkeit, Kinder, Haustiere….. Sicher, aber wie steht es um die eigene Person?
Übernehmen wir die Verantwortung für uns, wenn wir krank sind? Nein, da wird sofort zum Arzt gerannt und brav gemacht und geschluckt was Doc uns sagt – meist ohne zu hinterfragen.
Selbst wenn wir diesen Menschen in weißem Kittel und Namenschild noch nie zuvor gesehen haben (z.B. im Spital), Nichts über ihn wissen, so schlucken wir doch die bittere Medizin, die er uns verordnet hat. Und die Packungsbeilage lesen wir besser nicht, denn von den ganzen möglichen Nebenwirkungen wollen wir erst recht Nichts wissen.

Blindes Vertrauen ist hier nicht angebracht – denn schließlich geht es um unser höchstes Gut – unseren Körper – unsere Gesundheit – unser LEBEN!!

Probiert Deine Nachbarin, neben der Du seit 10 Jahren wohnst, ein neues Rezept aus und die Farbe, der Geruch oder einfach eine Zutat gefällt Dir nicht, lehnst Du dankend ab oder nimmst es an und die neue Kreation landet auf direktem Weg im Mülleimer.
Und warum ist das so? Der Doc hat natürlich einen höheren Status als die Nachbarin, die schließlich den ganzen Tag nichts anderes macht, als ihren Haushalt, die Kinder, den Ehemann und die Haustiere zu versorgen. Und der Doc – rettet Leben – oder etwa nicht?
Wenn wir Einkaufen gehen, muss es schnell gehen. Wer hat schon die Zeit, das Kleingedruckte zu lesen?
Sollten wir es dennoch tun, siegt unsere Bequemlichkeit, denn auf der Käseverpackung stehen außerirdische Wörter, die die meisten von uns Sterblichen sowieso nicht verstehen.
Dinatriumdiphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Emulgatoren E 475, E 471, E 433, Beta Carotin, Glutamat – auch hier ist die Liste lang.
„Und was soll’s – so schlimm kann das nicht sein, sonst wäre das ja nicht im Käse – wird schon seine Richtigkeit haben.“  oder
„Schließlich lebe ich noch!“ – „Was mich nicht tötet härtet mich nur ab!“ – oder „Die Dosis macht das Gift.“
Diese Argumente beruhigen mich und ich kaufe fleißig weiter ein.

Zusammenfassend sei gesagt….. 

  • Was hindert uns daran, unsere Speisen frisch zuzubereiten? Der Zeitfaktor? Gut organisiert ist halb gekocht.
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  • Die Erkenntnis, das Jeder für sich selber, also auch für seinen gesundheitlichen Zustand verantwortlich ist und sich auch daher nur selbst heilen kann –  macht uns frei und unabhängig!!!!
  • Eine bewusste, naturbelassene, intelligente Ernährung ist dafür unerlässlich. Wie genau diese Ernährung nun aussieht, muss jeder für sich herausfinden. In erster Linie auf industriell gefertigte Nahrung verzichten – keine absolut unnötigen Zusatzstoffe, die wie Gift für Körper und Geist sind.
  • Ärzte könnten uns bei gesundheitlichen Irritationen hilfreich zur Seite stehen – heilen müssen wir uns schon selber (angefangen mit der psychischen/geistigen Ebene! Löse Deine inneren Konflikte!!) Ausgenommen tatsächlich notwendige Operationen, wie z.B. das Richten eines Beinbruchs u.ä.
  • Wer über wenig Zeit verfügt, könnte nur einmal in der Woche einkaufen gehen, aber gut vorbereitet – bewaffnet mit einem Einkaufszettel mit den Zutaten für jede Mahlzeit der kommenden Woche. Und „Vorkochen“: Frisch zubereitete Speisen fein säuberlich in Gläser abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren, so hat man nach der Arbeit rasch ein gesundes, leckeres Menü auf dem Tisch.
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  • Einmal ganz davon abgesehen, dass dies auch unserer Geldbörse gut tut.
  • Zeit einplanen, um bewusst einzukaufen – auch das Kleingedruckte lesen und bei Zutaten, die man kaum aussprechen kann, geschweige denn nicht weiß, was es eigentlich ist, die Finger von lassen.
  • So wenig industriell hergestellte Nahrung kaufen, wie möglich.

Frisch zubereitet ist in jedem Fall besser

Der Eine oder Andere von uns braucht dafür ein bisschen Übung, aber trauen wir uns doch mal etwas zu.

Die Menschheit kämpft stets für seine Freiheit und doch bleibt er sein eigener Sklave

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Es sei denn er hört damit auf, bewusstlos, bequem und ignorant durch die Welt zu gehen. Ich habe mich vor langer Zeit auf den Weg gemacht – Veränderung und Bewegung gehören zusammen – eine spannende Reise erwartet denjenigen, der sich traut.
Gute Reise
Freija

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